2.3 Milli-Ampere-Sekunden (mAs)

Weitere Parameter sind für das Röntgenbild wichtig.  

Bild 2.3:

Rechts und links sind die kV identisch.
Ein weiterer Parameter ist variiert; aber nur einer! Welcher? 
 

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„Die Zeit“ ist eine richtige Antwort;
„mAs“ ist auch richtig.
Warum sind beide Antworten richtig?

Ein (Röntgen)-Gerät ist durch bestimmte Milli-Ampère charakterisiert; (gerätetypischer Strom).
Wenn ich diese mA eine bestimmte Zeit abgreife, entsteht ein griffige Größe, das Produkt Milli-Ampère mal Sekunde = mAs.

mAs ist der Dosis proportional.

Einfacher gesagt: Doppelte Zeit = doppelte mAs.

Noch einfacher gesagt: Der Unterschied zwischen beiden Bildern: Im rechten Bild wurde zweimal auf den Auslöse-Knopf gedrückt.
 

2.4 Einblendung

Die zweitwichtigste Information in meinem Abschnitt des Kurses ist der hartnäckige Hinweis auf die
Bedeutung der Einblendung (des Nutzstrahlenbündels)
auf die bildwichtige Region.
 

Bild 2.4a: Häufig wird zu wenig eingeblendet, dadurch Dosis verschwendet und Qualität verschenkt.


 

Hier wurde falsch zentriert und die Einblendung (ausnahmsweise) übertrieben; das demonstriert als Nebeneffekt die Bedeutung der Streustrahlung. Bei der forcierten Einblendung dürften gar keine Strahlen das rechte äußere Ohr treffen. Trotzdem erzeugt die Streustrahlung eine deutliche Darstellung dieser Weichteile. – Sogar bei forcierter Einblendung besteht Streustrahlung;
um wie viel mehr haben wir störende Streustrahlung bei fehlender Einblendung.
 

Bild 2.4b: Ein Phantom (Wassertanks + Münze), zweimal aufgenommen; linke und rechte Bildhälfte sind mit identischen kV, mAs, identischem Abstand aufgenommen. Was ist variiert?


 

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Im linken Bildteil: sorgfältige Einblendung;
Rechts: fehlende Einblendung.

Fehlende Einblendung bewirkt
- einen drastischen Anstieg der Dosis (durch zu großes „bestrahltes“ Volumen) und
- einen Verlust der Kontraste durch die Streustrahlung.

Was sollen die Zahlen im Bild bedeuten?
Messung der Filmschwärzung mit dem Densitometer.
Dieses ist bekannt aus der Konstanzprüfung der Entwicklung. Es liefert dimensionslose Zahlen.
1 bedeutet: Die Stärke einer Lichtquelle wird durch den geschwärzten Film auf ein Zehntel reduziert.
2 bedeutet: eine Lichtquelle wird auf ein Hundertstel reduziert.
Also haben wir eine logarithmische Darstellung der Filmschwärzung.