Von dort über den 860 m hohen Pass „Seufzer des Moren“ nach Granada. Über diese ungewöhnliche Stadt will ich jetzt nicht zu viel Worte verlieren, lieber ein paar Bilder zeigen. 

Abb. 141: Nördlich
von Granada:
Puerto de la Mora
- nicht "Seufzer des Mohren",
das war südlich

Durch diese Autobahn über Puerto Lumbreras haben wir im Vergleich zu unserer Hinfahrt zwar eine erhebliche Abkürzung genommen und Zeit gespart, aber viele schöne Orte ausgelassen. Wir kommen schließlich auf eine bekannte Autobahn, die E 15. Rechts kann man nach Almería abzweigen. Wir wenden uns nach Norden, nach Lorca (großes maurisches Kastell).  

Abb. 151: Nächtliches Murcia,
Brücke über den
Rio Segura

Nach weiteren ca. 80 Kilometern erreichen wir Murcia. Eine lebhafte schöne Stadt. Längere Suche nach dem Hotel, was wir telefonisch gebucht hatten, ohne eine verlässliche Wegebeschreibung zu besitzen. Die im Barock ausgestattete Kathedrale ist ein Anziehungspunkt für viele Hochzeitspaare. Wir ernähren uns von Tapas und bewundern auf einem der Plätze einen gewaltigen Gummibaum.

Abb. 152: Murcia
eine der größten
spanischen Unis,
hier die Kathedrale

Weitere 74 km führt unser Weg auf der E 15 von Murcia nach Alicante. Jetzt haben wir genug von der Autobahn und bleiben weder auf der N 332 noch auf der Autobahn, die das ganze Cap de la Nao umrundet.  

Abb. 153: Platz bei
der Kathedrale mit
der Glorieta, dem Rathaus,
Übrigens ist Murcia eine
(rel.kleine)
autonome Provinz

Wir machen es den alten Römern nach und nutzen die alte 340, die Rampla de la Torre. Schnurgerade geht es nach Norden. (Man könnte auch eine westlich parallel laufende Autobahn nach Alcoi benutzen). Wir fahren im Land, entlang der Basis eines Dreiecks dessen zwei Schenkel die Meeresküste bilden. Es geht auf einen Pass, Port de la Garrasqueta, 1024 m hoch.

Abb. 154: Port
de la Garrasqueta
südlich Alcoi

Nach dem Abstieg liegt ein großer Étang zur Rechten und ein leicht kitschiges Denkmal mit einem großen „M“ markiert den Midi Frankreichs. Neben der Autobahn prunkt das Chateau des Salces.

Abb. 155: Colliure,
mitten im Städtchen
andere Fotos im Frankreich-
Beitrag

(hier läuft der Rhône auseinander). Es ist eine römische Gründung. Bekannt auch durch die Legende von einem Drachen, der hier die Touristen zu verschlingen pflegte. Aber eine wunderbare Heilige hat ihn im wahrsten Sinne ans Halsband gelegt und damit Generationen von Provence-Liebhabern den Weg frei gemacht. Vorbei geht es an dem wuchtigen Schloss. Auf der anderen Rhône-Seite ist in Beaucaire ebenfalls ein historisches Städtchen mit beachtenswertem Schloss.

Abb. 156: Pont du Gard
immer wieder interessant,
hier durch
Bildbearbeitung
freundlich verfremdet

Klassische Autobahnauffahrt in Pont St. Esprit und Heimfahrt auf der alten Rhônetal-Autobahn über Montélimar, Valence, Vienne und dieselbe Lyon-Umfahrung wie auf der Hinfahrt.





Abb. 157: Baume les
Messieurs
ein Kloster im Jura,
wir sind schon weit
weg von Spanien
und vom mediterranen Licht

Nahe Bourg en Bresse ein kleines Mittagessen mitten auf dem Land. Landstraße Richtung Lons, aber vorher Abfahrt von der N83 in Beaufort auf die Route des Vins. Wir steigen auf einen Gipfel in Saint Laurent- La Roche mit weitem Ausblick hinunter ins Tal nach Westen und Norden. Das nächste Dorf ist Crusse. Weiter durch Quingey, es hat ein herrschaftliches Schloss. Von Lons gehen wir nicht weiter auf der N83 nach Besancon, sondern im Vorjuraland nach Pontalier. Dabei kommen wir stark in das Hügelland hinein. Zeit und Gelegenheit für eine nicht alltägliche Beschäftigung: das Misteln-Schneiden. Wir zweigen etwas mehr zum Tal des Doubs hin ab und finden ein schönes Quartier in Merebel in einer umgebauten Scheune. Der obere Teil des Scheunentors wurde in ein Fenster verwandelt. Die uralten Balken sind erhalten. Die Wirtin ist eine sehr produktive Künstlerin, sodass sämtliche noch vorhandenen Scheunen mit interessanten Bildern auffüllt sind.Aufstieg zu der zerstörten Burg, vorbei an der alten Kirche mit Steindeckung.

 

Was waren die Besonderheiten dieser Fahrt im Vergleich zu den  vorangegangenen, Griechenland, Adria, Italien, Frankreich?

Hans-Jürgen Fründt  hat bei einigen Spanien-Reiseführern mitgearbeitet. Alle sind gut 

 

Abb.: 157b Baume les Messieurs