Wir sind „die letzten“, die die kurvige 332 fahren, 50 km wie „durchs wilde Kurdistan“, um wieder bei Águilas das Meer erreichen zu dürfen, denn parallel verläuft bereits eine Autobahn. Die Spanier sind so schnell im Straßen-Bau, dass in meiner Karte nix eingezeichnet ist. Eine Karte von 1990 ist für mich noch ziemlich neu. Da habe ich nicht mit den fleißigen Spaniern gerechnet.  

Abb. 80: Mojácar,
ganz in Weiß
mit wenigen Farbtupfern

Abb. 81: Da bleiben wir,
weil es richtig
schön ist

Oder wird Mojácar einfach vergessen?  Ein paar Dutzend Hotels gibt es schon und zwar in den wenige km entfernten Ortsteil am Meer. Eines ist auch für uns reserviert, wo wir 2 Tage blieben. Wieder passiert mir ein Fehler, den ich eigentlich vor 50 Jahren hätte ablegen sollen; es schmeckt mir in Spanien außerordentlich gut, eine Portion Spagetti Carbonara war zu groß. Das wäre nicht schlimm gewesen, aber Teller sauber leer essen war falsch.

Abb. 82: Nochmal
Mojácar, die
Charaktere dieser Städte
ist so verschieden

Abb. 83: Weiterfahrt an der
Costa de Almeria

Sonst hat alles gepasst, freundliche Menschen, schöne Fotos, viele Postkarten, sogar Jazz, gemütliches Cafe mit Ausblick auf das weite Land und Meer.

Abb. 84: Östlich Almeria
sehr viel Wüste

Abb. 85: Region Cabo de Gata,
Wasser ist kostbar

Die Besonderheit dieser Landschaft ist der Tourismus-Industrie nicht verborgen geblieben: Retamar ist ein solches Produkt, eine Kunststadt mit aufgereihten Riesenhotels. Wirkt seelenlos und ausgestorben. Weiterfahrt, vorbei am Flughafen von Almeria. Einfahrt durch ein Flachland. Suche eines Hostals klappt problemlos.

Abb. 87: Almeria mit
der maurischen Burg
im Hintergrund

Die Burg, Alcazaba war ursprünglich eine maurische Festung aus den Jahren 900 – 1000 n Chr.. Die Kathedrale bot auch Schutz vor den berberischen Piraten, daher diese Form wie eine Kirchenburg.

Abb. 88 : Almeria, Kathedrale
mit vielen Besonderheiten

Abb. 89: Gleiches Bauwerk
in der Nacht

Die zuletzt aufgezählten Orte, den ganzen Küstenabschnitt Almería  bis Motril, haben wir übersprungen und sind auf der anfangs sehr belebten aber guten Nationalstraße 92 in nördliche Richtung geraten. Der Fluss, dem wir folgen heißt Andarax. Unseren Weg setzen wir über die Ramblas de Tabernas fort.

Wir orientieren uns nach Westen auf einer C 3326 zwischen der Sierra Nevada im Süden und der nördlicher gelegenen Sierra de los Filabres. Wo wir ein armseliges Sträßchen vermutet haben, ist eine Autobahn. Der Luxus ist, dass wir sie für uns allein nutzen. 

Abb. 90 Sierra contraviesa
eine trockene
aber interessante
Region, für Filme
und Energiegewinnung
sehr geeignet.
Könnte für Europa
wichtig werden

Abb. 91: La Calahorra
so abweisend wie
die Alhambra freundlich
ist

Von Granada aus führt eine 47 Kilometer lange Straße auf die Sierra Nevada. Von ihrem Endpunkt kann man noch mal knapp 200 m auf den 3482 m hohen Mulhacén steigen. Für uns und diesmal war das nicht möglich.

Abb. 92: nahe den
Ramblas de Tabena,
kein leichtes Leben

Die Tabernas-Wüste ist perfekt als Western-Kulisse. Der Ort Tabernas liegt etwas abseits unserer Route. Hier findet sich eine arabische Wehrburg. Nach diesem Abstecher geht es ein kurzes Stück zurück.