Abb. 25: Barcelona,
Blick auf die Stadt
vom Museum der
katalonischen Kunst

Abb. 26: Barcelona,
enge Straßen
in gotischen Viertel

Jetzt geht es schon mit Riesenschritten auf Barcelona zu. Wir finden gemeinsam problemlos unsere Leitschiene, die Ronda de Dalt, einen Autobahnring im Nordwesten der Stadt. Ehe wir uns an den Straßen und einem Val de Hebron-Krankenhaus orientieren, sehen wir auch schon unser Hotel. Es liegt acht U-Bahnstationen vom Stadtzentrum entfernt. Die benachbarte Autobahn stört wenig, das Auto ist sicher verwahrt. Mit sehr guter Ortskenntnis hätte man auch im Stadtzentrum einen schönen Platz für Mensch und Maschine gefunden. Wir lernen schnell das U-Bahnfahren und besuchen gleich die Rambles, jene zentrale Straße vom Catalunia-Platz zur Denkmalsäule des Kolumbus. Sie entspricht einem ausgetrockneten Flussbett. Es gibt ähnliche Rambles auch in anderen Städten. Diese Straße ist ein Zentrum der Touristen, manche sagen aus gewissen Erfahrungen auch eines der Taschendiebe. Wir erfreuen uns an einigen Straßenkünstlern, zum Beispiel einem Klavier spielenden Frosch, an einem überschwänglich farbigen Markt ebenso wie am Santa-Monica-Kultur- und Kunstzentrum mit interessanten Videoinstallationen. Am ersten Abend in der U-Bahn wird mir um ein Haar das Portemonnaie geklaut, trotz Hand auf der Tasche. Ein eindrucksvolles Erlebnis, besonders weil alles doch noch mal gut ging.

Abb. 27: Barcelona,
Stadtbild mit
Sagrada familia
im Hintergrund

Zwei Tage lang organisierte Stadtrundfahrt mit dem Bus. Es gibt eine nördliche und südliche Linie und man kann dort, wo man sich genauer umschauen möchte, aussteigen und wieder zusteigen.

Abb. 28: Dekorative Laterne
im eleganten Viertel
nördlich der Rambles
von Barcelona

Das gotisches Viertel: Tatsächlich ist das Viertel sehr gotisch, alles ist sehr eng und relativ dunkel, mit Kathedrale, Rathaus, Generalidad, Hotel Colon und einer weiteren mächtige gotische Kirche, Santa Maria del Mar.

Der elegantere Teil der Geschäfte findet sich nicht in den Vierteln zu beiden Seiten der Rambles, sondern eher nördlich davon: Dort, im Stadtteil Eixamble, kann man auch die Casa Mila von Gaudi bewundern.  

Abb. 29 Barcelona,
Gaudi löst die
Senkrechten und Waagrechten
in der Architektur auf.
Das ist hier mit Mitteln
der Bildbearbeitung
übertrieben dargestellt

Abb. 30: Noch einmal
der berühmte Bau von Gaudi.
Einstimmung für die
"Sagrada familia"

Neben der Gotik gibt es in Barcelona ungewöhnlich viel Jugendstilarchitektur, einschließlich der Straßenlampen in vielen Varianten, und mehrere Werke von Gaudi, insbesondere den eigenwilligen unfertigen Kirchenbau der Sagrada Familia. Inzwischen sind etwa zehn Baukräne tätig und versuchen, das Werk in (leider) ganzer Größe fertig zu stellen. Fertig ist bisher die „Auferstehung und das Leben“, und auf der anderen Seite soll noch hinzukommen „Leiden und Tod“. Man leidet schon beim Hinschauen.

Abb. 31: Barcelona, Jugendstielarchitektur

Abb. 32: Barcelona, Deko in den Bauwerken des Park Guel

Parque Guël ist auch ein Werk von Gaudi, es ist benannt nach seinem Förderer und war ursprünglich als Wohnviertel konzipiert. Fertig geworden und geblieben sind allerdings nur eine Markthalle, ein Park, ein Aussichtspunkt, ein öffentlicher Sitzplatz und das langjährige Wohnhaus des genialen Gaudi. Dieses ist ausgestattet mit eigenen Entwürfen und auch mit zeitgenössischen Kunstgegenständen. Es gibt gutes Fotomaterial, was einen authentischen Eindruck vermittelt. Oftmals ist das ja schwierig, ich denke an die Hagia Sophia, an die Moschee in Cordoba, da kann sich einer, der nicht dort gewesen ist, schwer eine Vorstellung machen.

Abb. 33: Gaudi hat auch Möbel entworfen

Abb. 34: Palau der Katalanischen Musik, Barcelona

Auf der südlichen Seite der Rambles, im ehemaligen Rotlichtviertel El Raval, liegt ein interessantes ehemaliges Spital, das jetzt als Bibliothek dient. Dort gibt es auch ein modernes Kunstmuseum und die schon genannten Markthallen. Meernah liegt der Französische Bahnhof, ebenfalls ein schönes Jugendstilgebäude.

Abb 35: Nächtliches
Barcelona
unweit der Rambles

Abb. 36: Wandmalerei und ein Autor

Abb. 37: Barcelona, Arsenal mit der königlichen Galere aus der Schlacht von Lepanto

Im Laufe der Tage haben wir uns ein Stammlokal ausgesucht. Es liegt nahe Catalunia, wird mehr von Katalanen als von Ausländern frequentiert, ist günstig, handfest und auch praktisch, da man an der Theke verschiedene Sachen anschauen kann und damit gewisse Missverständnisse vermeidet.

Abb. 38: Es gibt auch
andere Seiten
von Barcelona

Es gibt auch das ganz normale kleine Welt