Wurzeln der Jakobswege in West- und Mitteleuropa.

Abb.oo1:Soloturn, die Anfahrt über die Schweiz gibt einen eindrucksvollen Start

Ich finde eine Campingplatz in Saint-Laurent-du Pape (Abfahrt Loriol, Privas, Le Pouzin, La Voult). Alles ist ganz anders als in der Schweiz. Ihr merkt an meinem Eifer, die Akzente auszugraben, dass sich dieser Wanderer wohlfühlt. Zu essen gibt es auf meinem Dorf nur einige teuere „Kolonialwaren“. Vor Begeisterung war ich zu naiv gewesen, mich mit dem Nötigsten einzudecken.

Abb.: 1b Solothurn Justitia

Abb.: 1c Murten

Abb.: 1d Murten

Abb.: 1e Genfer See

Abb.: 1f Genfer See

Abb.: 1g Genfer See

Abb.: 1h Annecy

Abb.: 1i Annecy

Abb.: 1j Annecy

Abb.: 1kh Annecy

Abb.: 1l Nördlich Sisteron

Abb.: 1m Sisteron frühes Licht

Abb.: 1n Sisteron

Abb.: 1o Sisteron

Abb.: 1p Sisteron

Abb.: 1q Sisteron

Abb.: 002 Cruas

Abb.003: Cruas,
die Kirche
in der
unteren Stadt

Welchem guten Geist bin ich gefolgt, in Cruas anzuhalten und die steilen Gässchen zu durchsteigen. Eine Fülle von romantischen Szenen, eine mächtige Burg und die romanische Kirche. Vieles ist nicht im besten Erhaltungszustand, in grobem Deutsch würde man sagen „verwahrlost“. Hat denn das Kraftwerk Cruas nicht ein bisschen Geld, um die Restaurierung zu unterstützen? Ganz in der Nähe befinden sich nämlich vier Druckwasserreaktoren mit jeweils knapp einem Gigawatt Leistung, dazu ein Zementwerk. Nicht zu verwechseln mit Tricastin weiter südlich mit ebenfalls vier Reaktorblöcken mit fast gleicher Leistung. Die Franzosen sind stolz drauf und der „Wein von Tricastin“ läuft gut. 

Abb.004:
nahe Cruas
eine der mächtigen
Burgen im Rhônetal

Etwas später wird auch das Massif Central deutlicher erkennbar. Es ist heiß. Narbonne (im Frankreich-Bericht habe ich davon geschwärmt). Corbière mit Chateau und Abbaye. Südlich kommen die Montagne d’Alberique nahe heran.

Abb.005: Markt
in Carcassonne
(Bild der Cité
findet sich
im Beitrag
„Frankreich“

Mein Plan ist, die Großstadt Toulouse südlich zu umgehen. Das geht gut, aber es dauert ca. eine Stunde: Villefranche-de-Lauragais, Nailloux, Auterive. Das ist nicht mehr der „Midi“ wie in Carcassonne, sondern eine hügelige Landschaft in frischem Grün, bäuerlich, ein bisschen wie daheim in Unterfranken. Die Kirchtürme haben eine charakteristische Form, es sind eigentlich mächtige Wände, in deren Aussparungen die Glocken hängen. In St. Suplime steht alles auf Stelzen (erinnert an Camora, auch an Avilés), Carbone, Saint-Gaudens.  

Abb.006: St.Gaudens,
Begrüßung auf
dem Bauernhof

Der wichtigste Ort kommt erst: OSTABAT. Ganz in der Nähe ist die Autobahnraststätte Aire de Hastinguez (der Name kommt von einem englischen Feldherrn des so lange englischen Aquitaniens). Dort gedenkt eine hervorragende Ausstellung „Expo St. Jaques“ der historischen Bedeutung dieses Ortes. (Die nächste gemeinsame Station der Pilger ist Saint Jean Pied de Port, wird oft gebraucht, auch wenn eigentlich Ostabat gemeint ist).