Dubrovnik ist eine Wucht. Wir haben wie typische Pariser Clochards unter der Brücke genächtigt, und zwar unter der der F. TUDJMAN- Brücke.

C hat unter seinen vielen und sehr guten Fotos auch Ansichten der Stadt von oben. Von oben habe auch die Mordschützen vor nicht vielen Jahren die Stadt beobachtet und Dutzende von Menschen in dieser Stadt umgebracht. Es war nicht im finsteren Mittelalter, sondern neulich in unseren Tagen. 

Sonst ist in Dubrovnik alles am alten Platz; ich war da im September 2009 und hatte ein bescheideneres Quartier auf einem Campingplatz im Süden, außerhalb der Altstadt.

Den weilbekannten Onofrio-Brunnen habe ich wiedersehen dürfen. Wir alle

sahen mit Beifall das Haus und sogar das Zimmer, wo J. geboren wurde. Die

Stadtumrundung auf der Festungsmauer ist ein umwerfendes Erlebnis. 

Gemütliches Dinner zu viert in der Nähe von J. Geburtshaus. Wir hatten eine Führung; diese hat einige neuen Aspekte gebracht. Ich habe alle Erinnerungen aufgefrischt; damals milde Aprilen Luft jetzt der Brutofen des Augustes.

Nächste Station ist TRSTENIK oder Trsteno?? Wir wurden von dem sehr kleinen Hafen mit Autos abgeholt und es ging in einigen Kurven den Berg hinauf vorbei an Waldpartien, die kürzlich einem Brand zum Opfer gefallen sind in ein schönes Weinland. Dort gab's eine fröhliche Weinprobe und ein gediegenes Essen in einem mit Natursteinen aus gemauerten Parterreraum aufgelockert durch moderne Bilder. Dazwischen kroatische Folklore zur Gitarre, und wir wurden erstaunlich wenig animiert die hauseigene Produktion einzukaufen. Wir kamen gut zum Hafen zurück, haben wie immer gut geschlafen und am nächsten Tag ging die Schiffsfahrt weiter und zwar auf dem gleichen Weg zurück am Unterrand von PE ELJESAC. Man fällt sozusagen von selbst auf der gegenüberliegenden linken Seite in den Naturhafen von Korkula. ich war dort schon mal vor 46 Jahren (und davor schonmal vor 46 Jahren! Ich glaube, das ist jetzt gelogen); es hat sich nicht verändert und sicher nicht verschlechtert. Nur das Meer war heute etwas höher und heftiger.

Die Stadtbefestigung stammt wohl vorwiegend aus der Zeit des venezianischen Einflusses, siehe das markante Stadttor mit dem Markus- Löwen. Auf der Weiterfahrt gab es abends an Bord ein richtiges „Captains Dinner“ ungeachtet des sonst üblichen Brauchs, dass das Abendessen auswärts eingenommen wird. 

Die Weiterfahrt geht durch den altbekannten Kanal zwischen den Inseln K und P entfernt sich dann immer mehr von K und steuert die nordwestliche Ecke von HVAR an; es ist die gleichnamige Stadt. C vergleicht sie mit Ibiza. Die Form des markanten Kirchturms mag auch an Korkula erinnern: Vier Etagen, viereckige Balustrade und dann setzt sich der Turm acht-eckig fort und trägt eine Kuppel. Man könnte arabische Anklänge vermuten. 

Wir sind im Städtchen relativ hoch gestiegen bis zum botanischen Garten haben mit Genuss einige Läden angeguckt und alle guten Ideen notiert, damit sie nicht verloren gehen.

Im weiteren Verlauf noch einmal eine kurze Landung auf einer Insel, die wir schon kennen sollten, nämlich auf BRAC, aber nur mit dem Schlauchboot, und nur um dort auf einer markanten Landzunge zu baden. Dieser Sandstrand ist deshalb so exponiert, weil er in engem Kontakt liegt zur Nachbarinsel SOLTA. Hier bietet sich eine Durchfahrt, mit deren Hilfe man unseren Heimathafen Split wieder recht schnell erreicht, und wir uns zum Abschiedsessen am Platz der Republik verabreden.

Das Auffinden unserer Unterkunft war etwas abenteuerlich. Aber der ganz ungewöhnliche Platz im Diokletian- Palast macht gewisse Mühen wieder wett. Lob und Dank an die erfolgreichen Organisatoren. Nach den ausgedehnten Studien der römischen Geschichte nehmen wir unser Auto wieder in Empfang, zahlen freiwillig unsere Maut und besprechen drei Ziele für unsere Rückfahrt:
den KRKA Nationalpark, die PLITVICER Seen und schließlich einige kulturelle Höhepunkte in Istrien.