Karte von Thrakien und Makedonien

Karte für Thrakien und Makedonien

Licht und Schatten in Griechenland

Abb.10 Wunderbares Licht des Südens

2. Mail

Los gehts in Alexandroupolis

Schon der Start in Deutschland hatte es in sich: Trotz aller Anstrengungen war es mir nicht gelungen, einen Direktflug  nach Alexandroupolis zu finden.  Vielleicht hätte ich mich ans Telefon hängen und mit Olympic-Airlines direkt verhandeln sollen. < Heute habe ich etwas mehr Erfahrung: durch "erweiterte Suche" viel Unnützes rauswerfen!>

- Jedenfalls entschied ich mich für den Flughafen  Thessaloniki,  landete  sicher und mietete ein  kleines Auto.  (Dabei sollte man aber wissen, dass Autofahrten,   z.B. durch  Athen,  nicht für jeden geeignet sind -  ich jedenfalls habe  den Wagen in Daphni, einem Vorort von Athen, stehen lassen.) 

Fahrrad im Baum, Griechenland

Abb. 11 Hilfsmittel auf einer Reise durch Hellas?

TIPP: Wer  diese Reise nachfahren und verbessern will, sollte

Athen direkt anfliegen,  einige Tage  „autolos“ verbringen,  anschließend   Weiterflug nach Alexandroupolis   buchen und erst dort einen  Leihwagen mieten. Das ist  nervenschonend – und wahrscheinlich preiswerter!

Übrigens:  Es war gut, die Peleponnes an das Ende der Reise zu setzen, hat sie doch die größte Dichte an Schönheiten aufzuweisen.  (Oder sind die Inseln doch noch schöner?) War es richtig die Inseln auszulassen und  sich auf das Festland zu konzentrieren?

Bei mir  war es reine Absicht.   Die Inseln sind - grob vereifacht - wirtschaftlich besser dran. Sie  bieten neben Antikem noch  Sonne, Wasser und Strand – ein touristisches Eldorado.  Für mich aber ein Grund mehr, meine Sympathie dem "armen Verwandten", dem Festland,  zuzuwenden.

Zurück zum Reisebeginn:   In Thessaloniki  verließ ich das Flughafen-Gebäude durch den „Schengen-Exodus“ und machte mich auf die 360 km lange Reise gen Osten zu meinem Ausgangspunkt  Alexandroupolis.

Es war eine gute Erfahrung, diese große West-Ost-Achse Nord-Griechenlands auf verschiedenen Wegen kennen zu lernen. Bei den Römern war das die Via   Egnatía.  

Auch die Türken und  später die griechischen Autobahnbauer haben an dieser Verkehrs-Achse gearbeitet und jeweils  zeitgemäße  Lösungen gefunden.  

Kapelle an griechischer Küste

Abb. 12 Schönheit im Detail

 

Reiseberichte sind interessant, weil verschiedene Menschen  so unterschiedliche Gewichtungen verwenden. Der eine notiert jeden Bissen, jeden Sonnenstrahl, dem anderen  ist das völlig egal. Der eine lebt von Museum zu Museum,  der andere ist  stolz darauf, keines betreten zu haben…..

Schönheit der Natur

Abb.13 Kosmos, die Herausforderung der Philosophen

Man muss sich vorstellen, dass auf dieser Route, lange vor den Römern, die Heere des Perserkönigs mehrfach gegen die rebellischen Griechen  aufmarschierten sind. In der Gegenrichtung haben Kreuzfahrer die Straße bevölkerten, um nur einige Heerzüge zu nennen. Meist  sind alle diese Truppen deutlich verkleinert,  deutlich zerstreut und deutlich langsamer  zurückgekommen.

Mindestens 400 Jahre besetzten die Türken nicht nur Zentralgriechenland, sondern selbstverständlich auch  Thrakien. (Sie sind erst 80 Jahre fort!)

In der kurzen Geschichte von Alexandroupolis  stößt man immer wieder auf ein wichtiges Datum: 1922 - der verlorene Krieg gegen die Türkei, einhergehend mit  gewaltigen Umsiedelungen und „ethnischen Säuberungen“:   Das junge Griechenland war übermütig geworden, unterschätzte den trägen, angeblich im Sterben begriffenen Türkenstaat, und griff nach einem Gebiet, um das schon immer gestritten wurde:  die ionische Küste Kleinasiens. 

Diese Zeit  (allerdings nicht mit Schwerpunkt Thrakien)  beschreibt Nikos Themelis in seinem Roman „Jenseits von Epirus“.  Ein Roman, in dem der Autor phantasievoll die Lebensgeschichte seiner Vorfahren  nachempfindet.  Ein  Roman um Familienstücke, (die bei ihm zu Hause auf der Kommode verstaubten), um die sich die abenteuerlichen Jugenderlebnisse seines Großvaters ranken.  Durch die Schilderung schwerer Verfehlungen einzelner Vorfahren vermeidet er, die damalige aggressive, unsinnige  Politik direkt anzuprangern.  In dem Roman deutet der Autot die sich anbahnende Katastrophe mit  den grausamen „ethnischen Säuberungen“ an, ohne ins Detail zu gehen. In Smyrna, dem heutigen Izmir, gab es die schlimmsten Masaker.

Bei  den Vertreibungen von 1922/23 kamen die moslemischen Thraker noch relativ glimpflich weg. Es gibt heute noch eine islamische Minderheit, die vom Minarett zum Gebet gerufen wird

In der Vergangenheit und auch noch heute belächelt man die Thrakier, sie gelten als rückständig und unzuverlässig. (Ob es wohl in Bayern vergleichbare Volksgruppen gibt?)

 

friedliche Natur Griechenlands

Abb. 14 Lagos Korónia u Vólvi
östlich Tessaloniki
gelegen sind wenig bekannt.
Viel Schilf wächst
an den Rändern.
Daher sind sie zum Baden
und für Wassersport wenig geeignet.
Es gibt reichlich Landwirtschaft.
Der Abfuss dieser Seen
erfolgt nach Osten durch ein
interessantes Tal, was zwischen
Asproválta und Stavrós
in den Golf von Orfanú mündet.

Man muss in Griechenland schon  unaufmerksam sein, um nicht mit  Geschichte konfrontiert zu werden. Ausgenommen ist die Stadt Alexandroupoli, die sogar den Griechen nicht allzu bekannt ist und die im Internet nur bruchstückhaft, wenn überhaupt, dargestellt wird. Alexandroupolis wurde vor gut 100 Jahren gegründet. Der Name kommt nicht von Alexander dem Großen, sondern von einem (nicht bayerischen) „Gastarbeiter“, dem König Alexander.

Zum Praktischen:  Ich habe in Alexandroupuli gut und preiswert  gegessen. Meine Taverne brauchte weder einen Namen, noch eine Homepage; sie lebt  von der Empfehlung derer, die schon mal dort  und  von der Küche, einschl. der Rechnung, dem "Logariathmó", angetan waren. Die Straßen sind, entgegen  manchen Vorurteilen,  gut in Schuß.

Die Stadt ist ein bedeutender  Verkehrsknotenpunkt, 

 -  sowohl für die Touristen Richtung Türkei,

-   als auch für  Reisende  zur Insel Samothraki, welche in etwa   50 km Entfernung felsig aus dem Meer ragt.

Vom Bahnhof  fahren täglich mehrere Züge nach Athen und Istanbul.

    (Dieses „Wort: Istanbul“ wird man natürlich nicht aussprechen und auch nicht auf einen Fahrplan schreiben).  Wir verstehen die Griechen ein bisschen:  Welch eine Idee, das große Konstantinopolis umzubenennen! Die Haupstadt des Römischen Reiches für 1000 Jahre. Gibt es etwas vergleichbares? Jedenfalls kann es diesen Titel beanspruchen nachdem Rom in den Stürmen der Völkerwanderung untergegangen war.                 

Eine Ereignis ist das abendliche Leben auf der Uferpromenade, der Volta. Hier trifft sich die kleine Welt am Rande Europas. (Noch einige weitere gefällige Städtchen und Ortschaften mit solchem abendlichen Leben auf der Promenade konnte ich in der Folge kennenlernen.)

Noch ein typisches Beispiel  für das anfängliche Sprachproblem: Auf dem 1. Campingplatz  (irgendwo zwischen Thessaloniki  und Alexandroupolis) sagte man mir:  Stellplatz für ein Aphtokineto (= Auto) 40 Euro. Nahm man an, ich wolle den Campingplatz kaufen? Vielleicht konnte  man meinen Kauderwelsch  nicht verstehen? Es war mein Fehler. Ein Anfänger-Fehler. Beim nächsten  Campingplatz  hier in A. und auch  später,  gab es niemals wieder solch ein  kurioses Angebot. Im Gegenteil:  Man entschuldigte sich, mir,  die Gebühr für ein Wohnmobil in Höhe  von 8 Euro verrechnen zu müssen.

Überraschend wird es kalt und der Regen prasselt unregelmäßig durch dichtes Laub  auf das Schiebedach meines Kleinwagens. Ein kleines Auto  ist  für einen Einzelreisenden ausreichend.  Ich habe lediglich ein Problem mit den kleinen Rädern. Viele Straßen wurden in den letzten Jahren mit  einer  neuen  Auflage versehen,  allerdings sind die Kanaldeckel auf dem alten Niveau geblieben, d.h. 10 cm tiefer. Die Deckel sind ja noch gut. - Schwäbisch einleuchtend -.  Ungünstig ist  nur der Durchmesser meiner Reifen.  Bei sämtlichen Autos dieses Typs sind die Felgen-Abdeckungen kaputt gegangen.

< 2010 waren Moni und ich weniger bescheiden:  Ein Mittelklassewagen bot mehr Komfort und war geeignet zum eventuellen Campen. Meistens hatten freundliche Griechen für uns ein Quartier.>

Wie geht  es nach Alexandroupolis an der Küste weiter?

Für den Plan, die Küste exakt abzufahren,  ist Thrakien wenig geeignet. (Zu viele Flüsse, zu wenige  Brücken). Vielleicht wäre ein geländegängiges Motorrad eher das Richtige, aber auch damit  hätte man seine Schwierigkeiten. Daher bewege ich mich teilweise ins Land hinein (jedenfalls solange die thrakische Ebene reicht) und fahre an 3 markanten Punkten zur Küste zurück:

·       Maronia,

·       Porto Lagos,

·       Avdira

Das erste  Hindernis muss bewältigt werden:  der Berg Iskaros steht im Weg.  Angekommen in  Maronia    braucht es viel Phantasie, um sich an den archäologischen Reichtümern  zu erfreuen. -  Als erstes fällt mir Schiller ein,  des malerischen „Olivenhains“ wegen, der hier ein Theater verbirgt.  Eine riesige Befestigungsmauer schließt  die ehemals mächtige Stadt ein und natürlich darf auch eine Akropolis nicht fehlen, die einst,  auf  hohem  Felsen erbaut,  heute nur noch erahnt werden kann. Noch 3x  sehe ich (an diesem und am nächsten Tag)  solche Ruinen-Städte, auf denen heute die  Ziegenherden  weiden. (Am eindrucksvollsten   Avdira,  die Stadt des Aristoteles).

Auf der Weiterfahrt  Richtung Porto Lagos muss  ein Zwangsausflug „Weg-von-der-Küste“ unternommen werden, um einen Fluss zu umfahren.

Wer sich im rückständigen Thrakien an die  „Schäfer-Idylle“ gewöhnt hat, staunt über:Komothini,  eine   lebhafte  Uni-Stadt, die von mir einen „Stern“ bekommt. (Ich habe Musse und verteile  Sterne zwischen * und ***).

(Alte) Minarette sagen uns, dass  hier eine Minderheit von Türken und Pomacken  beheimatet ist.  (Pomacken sprechen bulgarisch - und das in dem Land, über das der Göttervater Zeus persönlich wacht). - Die Auswahl an gutem Kartenmaterial ist auch hier begrenzt.  Man müsste, mit deutlich mehr Sprachkenntnissen, gezielt suchen.

Die Küste um Fanari**, proper, leuchtend und  

Porto Lagos vorgelagert,  hat  bestimmt  2 Sterne verdient. 

Porto Lagos selbst  ist ein Fischernest an einem Kanal, der den Vistonisee mit der Ägäis (Lagune) verbindet. Hier  gibt  es  ein umwerfend schönes Foto-Motiv:der Gang über einen der Holzstege  zur frisch gekalkten Kapelle des heiligen Nikolaos.  Es könnte auch der heilige Georg sein. (Georg ist sehr wichtig, aber Nikolaos sticht alle Heiligen aus). Und um es zu übertreffen läuft man weiter -  über den nächsten Steg - zur nächsten Kapelle, zum nächsten Inselchen. Cover- Bilder.  Ansonsten ist Porto Lagos weniger interessant als sein Ruf dies gleuben lässt.  Kreuzfahrer haben hier gerastet.  Heute fällt der Ort durch phantastische Vögel (Re er, Flamingos, Störche, Pelikane und Enten) auf. Diese überwintern,  oder stoßen weiter in den Süden vor.  Wahrscheinlich geht ihre Route via Bosporus nach Kleinasien, Syrien; im Roten Meer werden sie sich einen saftigen Fisch  angeln.

Am Schilf des Sees entlang geht´s ein kurzes Stück auf der Hauptstraße nach Xanthi, um dann wieder ins Land versetzt, in größerem Abstand,  der Küste zu folgen. Den einzigen Übergang über den Nestos-Fluss habe ich punktgenau erwischt. Glück gehabt.   Mein nächstes Ziel liegt wieder am Meer:  die ehemals riesige, untergegangene Küstenstadt Avdira, die 700 bis 600 v.Chr. bereits von 20 000 Menschen bewohnt war.

Aus dieser Stadt kam der Philosoph Demokrit. Ein Leben lang hat er sich mit  der Frage gequält, ob beim fortwährenden Teilen von Materie schließlich unteilbare Teilchen übrigbleiben. Als Ergebnis seiner andauernden Migräne stand für ihn fest: es gibt sie, die  unteilbaren Teile.  Wir Barbaren allerdings unterliegen dem Missverständnis, dass er dafür das Wort Atome prägte. Jetzt, auf dem Gräberfeld,  wurde mir klar, was Demokrit geholfen hat: Für die Griechen sind die Menschen Individuen, sie sind un-teilbar =„A-toma“= Personen. Demokrit hat nie behauptet,  die Materie bestünde  aus Atomen.  Er hat gesagt, auch die Materie bestünde aus Personen. Was aus einem Mischmasch von Deutsch und Griechisch entstehen kann!

Wie man sich über ein solches Problem den Kopf zerbrechen kann, hat mich schon immer beschäftigt. Ich bin sicher, dass ihm seine Ehefrau, wegen des unablässigen Grübelns über „Atome“, die Scheidung angedroht hat.

Noch schleierhafter ist mir, wieso er Recht hatte und wieso es tatsächlich von außerordentlicher Bedeutung ist, die Materie, aus Atomen zusammengesetzt,  zu verstehen. Denn die Konsequenz war ihm durchaus  bewusst: Wenn diese Dinge unteilbar sind, dann verschwinden sie auch nicht einfach von der Bildfläche nur deshalb, weil man vielleicht ein Feuerzeug daran hält.

Es dauerte noch 2000 Jahre und über Avdira   weideten längst die Schafherden, bis der Franzose Lavoisière sagte: “ Bei einer chemischen Reaktion wiegt das Zeug am Anfang und am Ende genauso viel.“

Wer diese Diskussion nicht so spannend findet, hat trotzdem ein wichtiges Wort  gelernt.  Beim Kauf jeder Fahrkarte und jeder Eintrittskarte kann man nach der Zahl der Atome = Personen gefragt werden. Es sei denn, man verrät sich durch seine „Tracht“ sofort als Oberbayer oder Texaner.

Natürlich hat einer, der Demokrit heißt und über Atome nachdenkt, auch über andere Dinge nachgedacht: U.a. wie man für weniger bestechliche Beamte sorgen, wie man ein Staatsdefizit verhindern und wie man im Hochsommer den Durchfall vermeiden kann.  Hängengeblieben sind  die „Atome“.Interessant ist, dass  Demokrit sich nicht mit dem „Wünschelrutengehen“  beschäftigt hat. Wisst ihr warum? In dieser versunkenen Stadt habe ich es verstanden: Das war ihm einfach zu dumm.

Solche Gedanken gehen mir beim Umherstreifen durch den Kopf. An einem Kasten aus Stein ist der Deckel verschoben. Neugierig greife ich hinein - und halte einen menschlichen Oberschenkelknochen in der Hand – und lege ihn auf seinen Platz zurück!

Gelegentlich ist in Griechenland manches genial; es wird erwartet, dass der Tourist nicht alles zusammenstiehlt  und den Toten ihre Ruhe lässt.

Apropos  Menschenknochen: da fällt mir etwas ganz Ausgefallenes, Vergessen geglaubtes ein:  Bei so einer großen Stadt wie Avdira ist zu erwarten, dass es noch andere Sonderbegabungen gab:  Protagoras etwa, den Sophisten.

Einen Dichter wie Dostojewsky hätte es sicher gereizt hätte, Jesus und Protagoras miteinander bekannt  zu machen.   

In den Schulbüchern sind die Sophisten immer die Bösen, stellten sie doch dem alten Sokrates freche Fragen (nachdem sie von ihm freche Fragen gestellt bekommen hatten). Sophisten waren aber ganz sympathische Leute; sie waren beseelt von einem Glauben an die Kraft der Vernunft. 

Dieser Protagoras hat hier in Avdira   etwas ganz Revolutionäres gesagt: „Der Mensch ist das Maß aller Dinge“.

Natürlich hat er noch mehr gesagt, weil er länger gelebt hat und dazu noch ein Grieche war. Ich bin sicher, er hat auch gesagt „das Maß ist wichtig“. Wenn man die Akropolis sieht versteht man, dass die Bauleute etwas vom Maß verstanden). Und er hat gesagt: „Was ist messen?“. Und dann auch noch „der Mensch als Maß“? Der Perserkönig hat diesen Satz überhaupt nicht verstanden;  er hat bei ihm Schwindel und Übelkeit ausgelöst. Ein Mensch? Welcher Mensch denn? Ist dieser Mensch überhaupt vom König autorisiert? Einzig der König könnte vielleicht das Maß aller Dinge sein.

In dem Satz des Protagoras  verbarg  sich schon die halbe Französische Revolution und die halbe Unabhängigkeitserklärung.

Man könnte denken, diese Philosophen hätten ein Loblied auf ihr  wunderbares  Avdira gesungen.  Weit gefehlt.  Bitter haben sie sich über die faulen und dummen Leute beklagt, die  die Stadt bewohnten.  Der Mensch aus Avdira   war der „Schildbürger“ im klassischen Griechenland. Eigentlich müsste am Ortseingang des schönen Badestrandes, am kleinen Hafen, ein Schild stehen:  „Partnerstadt von Schilda   und  Krähwinkel“. (Letzteres hat Heinrich Heine erschaffen, um allen Spießbürgern eine Heimat zu geben).All diese Orte bestehen  auf ihren  kleinen,  feinen Unterschieden:Die Leute von Advija  waren  einfach nur faul. Die von Schilda  unterlagen sehr menschlichen  Denk und  Rechenfehlern.  Die Bürger von Krähwinkel sind nur faul was die eigene  Verantwortlichkeit betrifft. Sie rufen immer nach der weltlichen und göttlichen Obrigkeit. 

Avdira gefällt mir sehr gut!!!   Die Stadt liegt nahe einer Bucht,  gemeinsam mit Nea   Péramos und Nea   Iraklítsa   Auf kleinen Wegen, zwischen Dünen und Weinbergen, kann man jetzt richtig die Küste entlang bummeln und genießen.

Alle nächsten Dörfer heißen irgendwas mit -elephterios. Im Süden, scheinbar weit draußen auf dem Meer, ist der heilige Berg Athos zu erkennen.