Karte von Mittelgriechenland und Peleponnes

Karte Peleponnes und Mittelgriechenland

Kardamili Griechenland

Abb. 68 Mein sehr gelobtes Kardamili

 

10. Mail

Kardamili war die wichtigste Entdeckung meiner Reise. Der Ort ist vor mehreren Tausend Jahren in die Literatur eingegangen als eine von 7 Städt(ch)en, die Agamemnon dem Achill angeboten hat. Eindrucksvoll ist nicht nur die reizvolle Lage am Meer, auch die gewaltige Kulisse des Taygethos im Hintergrund. Ein frühchristliches Kirchlein: Ag. Spiridon   Kirche 500 n Chr. (??) An die Völkerwanderung erinnernde recht primitive Reliefs (??).                                    Eine echter Gewinn,  dieser Ort. Ich glaube, er wird unterschätzt. Der Komplex gehörte einem mächtigen Clan den Troupakiden, deren Anfänge in legendäre Zeiten zurückgeht. Jedenfalls waren sie beim griechischen Freiheitskanpf sehr aktiv und die letzten Nachfahren haben den Komplex dem Staat vermacht mit der Auflage, dass ein Museum errichtet wird. Das Turm Haus in der Mitte geht auf die venetianische Periode zurück.

Berge, Kardamili, Griechenland

Abb. 69 Kardamili

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alter Wehrturm in Kardamili

Abb. 70 Kardamili; alter Wehrturm vor Rekonstruktion

 < da   habe ich mich in meinem Mail von 2004 tüchtig verschätzt; solche einfachen, germanisch anmutenden Reliefs waren in dieser Gegend über viele Jahrhunderte  bis heute beliebt. Kirchlein und Wehrturm sind jetzt 2010 rekonstruiert, ergänzt und zu einem Museum ausgebaut. Von dort gehen herrliche Wanderwege in die Höhe.- Wir sind zwischen 2 tiefen Schluchten (die eine davon ist die Vyros Schlucht und setzt sich fort bis zum Fuß des 2400m hohen Gipfels) zu einer Kapelle aufgestiegen. Wald, Orangenhaine, Quellen, Flora sind vielfältig; eine größere Schlange hat sich in Augenhöhe an einem Baum am Wegesrand gesonnt. Wir haben auf nähere Bekanntschaft verzichtet. - In jedem Fall empfiehlt sich bei solchen Wanderungen ein Wasservorrat. Viele Wanderwege gehen über Exohorio.

– 2010 sind wir 2 Tage in Kardamili geblieben; es ist nicht so was Umwerfendes wie viele griechische Inseln; aber alles passt. Für den, der nicht die schicke Welt sucht, ist das ein idealer Platz. Am südlichen Ortsende gibt es ein vornehmes Hotel (Kalamitzi), das hat die Bekanntheit des Ortes gefördert. Aber noch lange nicht so, wie es das verdient.>

 

 

Museum Karamili

Abb. 71 Kardamili;
Der Komplex wurde kürzlich als Museum ausgebaut

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Wehrtum Kardamili

Abb. 72 Kardamili; Wehrturm noch vor der Rekonstruktion

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Wanderwege Kardamili

Abb. 73 Kardamili; ein Paradies zum Wandern

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Schlange auf Baum

Abb. 74 Kardamili; Fauna am Weg

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Schlucht von Kardamili

Abb. 75 Kardamili; berühmte Schluchten

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Landschaft um Kardamili

Abb. 76 Kardamili; Vielfalt der Wanderwege

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Wandern in Kardamili

Abb. 77 Kardamili, Natur, versteckt im Hintergrung: großartige Bergsilhouette

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Taygetos und Kardamili

Abb. 78 Kardamili, Im Hintergrund der Taygetos

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Malerische Kirche in Kardamili

Abb. 79 Weitere malerische Kirche oberhalb
von Kardamili

Ein Wehrmutstropfen fällt in diese Darstellung, wenn ich von unserem Ausflug nach Proastio berichte: 10 km entfernt auf der Höhe. 34 Kapellen gibt es in diesem Dorf. Für den Kunstgeschichtler ein Eldorado. Die spannende Frage, was ist schon richtig alt, also byzantinisch. (Merkspruch: Byzantinische Zeit geht mit 700 los und endet mit der Eroberung von Konstantinopel 1430; klassische Beispiele sind Moni Daphniou und Moni Loukas, beide auf dem Weg von Athen nach Delphi).

Ich bin ein aufmerksamer Betrachter, aber Kunstgeschichte ist mir fachfremd. Auch wenn man versucht, die Schriften zu entziffern, ist die Datierung sehr schwer. Die Tradition wurde und wird aufrechterhalten. Ein Fresko aus dem 19. Jahrhundert kann täuschend älter erscheinen. - Im Netz hat ein tüchtiger (Hobby?)Archäologe aus England (?) einen 20 seitigen, sehr guten Aufsatz geschrieben. Er hat nicht ausgeführt, wie verrottet und gefährdet vieles ist.

Proastio geht so langsam über den Jordan. 3 Männer hocken misstrauisch im düsteren Kafenion. Die uns von einem Wahl-Griechen angekündigten „netten Kneipen“ waren vom Erdboden verschluckt; das Dorf scheint auszusterben. - Wer P. verlässt ist deprimiert. Bitte liebe Leser: Besucht diesen Ort. Einfach um zu erfahren, dass es unentdeckte Schätz gibt. Jede Aufmerksamkeit könnte helfen, die fortlaufende Zerstöhrung in ihrem Ausmaß zu erkennen und abzuwenden.>

Kapelle in Proastion

Abb. 80 Proastio mit seinen zahllosen Kapellen

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Inneres einer Kapellen

Abb. 81 Inneres einer der Kapellen

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