Bunte Röntgenbilder, Verlaufsumsetzung allgemeinverständlich

color table, Farbpalette, Licht und Röntgen

Angeregt zu diesem Beitrag haben uns Bayer und Schering –
beide sind auch auf dem Gebiet der Röntgenkontrastmittel bedeutende Firmen:
Zum Thema „Kontraste“ konnte man an einem kleinen Wettbewerb teilnehmen. Erwartungsgemäß haben die Mehrzahl der Teilnehmer Bilder vorgelegt, bei denen die Grauwerte in Farben verwandelt worden waren (Verlaufsumsetzung).

Warum diese Freude an der Farbe bei dem eigentlich „schwarz-weiß- orientierten“ medizinischen Publikum?

Das Stichwort „Kontrast“ ist ästhetisch besetzt. Wir verstehen darunter etwas Schönes, etwas Augenfälliges, etwas Harmonisches. Wir glauben, dass Kontrast etwas Unsichtbares sichtbar macht, etwas Geheimnisvolles aufklärt, etwas Unvorstellbares erklärt. Farbe lieben wir insgeheim als ein Vehikel neuer Erkenntnis, als etwas Aktives und Lebendiges. Stimmt das?

Es stimmt offensichtlich nicht immer.
Einige bildgebende Verfahren haben in ihrer frühen Entwicklungsphase mit Farben gearbeitet und dies mit zunehmender Perfektion eingeschränkt. Ein klassisches Beispiel ist die Nuklearmedizin.
Die Nuklearmedizin ist ein Fach, was für die Bildgebung ganz entscheidende Grundlagenarbeit geleistet hat.
Die Verwendung eines breiten Farbenspektums war und ist insofern naheliegend, als das Auge nur eine kleine Zahl von Grauwerden unterscheidet, dass man erwarten darf mit einem Farbspekrum eine höhere Zahl von bildspezifischen Werten zu differenzieren (besser bekanntes Beispiel: Wärmekamera).

Bunte Szintigramme waren lange Zeit ein Muss, bis die Erkenntnis reifte, dass „Farben“ auch Verwirrung stiften können, wenn jeder seine eigenen Farbtafeln generiert.

Unser Beitrag beschäftigt sich mit dieser Verlaufsumsetzung von Schwarz-Weiß in Farbe. Dieses Verfahren ist äußerst einfach; ein sehr gut zu bedienendes, beliebtes Programm ist Photoshop. Unsere Bilder haben wir mit
Adobe Photoshop CS3 machen lassen und können dieses Programm nur empfehlen.
Auf die vielen anderen, komplizierteren Nachbearbeitungsmöglichkeiten wird in diesem Beitrag nicht eingegangen.  

Unser Beitrag soll allgemeinverständlich sein. Wenige Passagen, die medizinische Kenntnisse erfordern, kann man überlesen.
Bearbeitet wurden Bilder und Röntgenbilder. Bei den letzteren verwendeten wir gerne „uralte“, weil uns auch die Medizingeschichte interessiert.

Dies ist eine Bildersammlung. Die Reihenfolge ist an einigen Stellen willkürlich.